Übersicht und Kontrolle bringt Informationssicherheit
Compliance: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser
Unternehmen stehen heute vor umfangreichen und weiter wachsenden Anforderungen an Compliance, wie sie unter anderem in SOX, PCI oder ISO 27001 beschrieben sind. Nur, wer kann schon ausreichend sicher sein, dass organisatorische Vorgaben wie Passwordpolicy auch eingehalten werden? Wird erkannt, ob generische Administrator Accounts mehrfach benutzt werden oder nicht mehr notwendige Zugriffsberechtigungen wieder entfernt werden? Um Missbrauch erkennen zu können, fehlt oft die Kontrolle und Transparenz über diese Art von Aktivitäten.
SIEM schafft Transparenz
Im Jahr 1999 kam die neue Technologie SIEM erstmals auf den Markt. SIEM steht für "Security Information and Event Management" und ist die Kombination von SIM und SEM Lösungen. SIM beinhaltet das Reporting historischer Daten und Forensik. Um aber bei bedrohlichen Vorfällen rasch reagieren zu können, ist die Echtzeit-Analyse von Ereignissen wichtig; das ermöglicht SEM. Da kritische Ereignisse nur mit einer Gesamtsicht auf das Netzwerk erkannt werden, steigt der Bedarf an SIEM; und das nicht nur für Organisationen, die Compliance Anforderungen erfüllen müssen, auch für alle anderen Unternehmen ist diese Lösung von enormem Nutzen.
10 Vorteile einer SIEM Lösung
1. Zentrale Sicht auf alle Events im Unternehmen: Ein Mitarbeiter setzt viele Aktivitäten, er führt zum Beispiel Buchungen durch, hat Zugriff auf Kundendaten im CRM-System, versendet Mails, benützt eine Zutrittskontrollkarte ins Lager, etc. All diese Aktionen in unterschiedlichen Systemen können vom Administrator gesamtheitlich gesehen und in Beziehung zueinander gebracht werden. Aus Datenschutzgründen ist sichergestellt, dass Benutzernamen nur im Verdachtsfall mittels Vieraugen-Prinzip lesbar sind.
2. Einheitliches Werkzeug: SIEM wird nicht nur von den Security Analysten genutzt, um einen gesamthaften Überblick zu ermöglichen, sondern auch von der Support-Abteilung, um das Netzwerk zu überwachen. Durch rollenbasierende Berechtigungen erhalten die Anwender unterschiedliche Zugriffsrechte auf Loginformationen des SIEM-Systems.
3. Effizienteres Troubleshooting: Bei Bedarf sieht der Servicedesk auf Knopfdruck, warum zum Beispiel der Mail-Dienst plötzlich nicht mehr funktioniert, und das nicht nur auf Netzwerk- sondern auch auf Applikationsebene.
4. Erkennen von Zusammenhängen: Eine SIEM Lösung enthält bereits viele vordefinierte Zusammenhänge und damit einhergehende Richtlinien, dadurch werden False Negatives reduziert. Wenn zum Beispiel ein Mitarbeiter mit Hilfe seiner Zutrittskarte ins Unternehmen gelangt, so kann er sich nicht 10 Minuten später über eine Internet-Verbindung aus einem anderen Land in die Zentrale einwählen. Jedes für sich wäre unbedenklich, durch die Korrelation beider Ereignisse muss jedoch ein Alarm ausgegeben werden.
5. Dashboard für Online Monitoring: Jeder Rolle werden eigene Ansichten zugewiesen, somit bekommt jeder Administrator oder Analyst genau die Ansicht, die er im Rahmen seiner Verantwortung braucht.
6. Umfassendes Reporting: Aus der Flut an Daten der unterschiedlichen Systeme werden Zusammenfassungen erstellt. Das ermöglicht zum Beispiel Trends zur Auslastung der Systeme abzuleiten, Änderungen an Systemen nachzuvollziehen oder aktuelle Schwachstellen eines Systems aufzuzeigen.
7. Workflow-Unterstützung: Ist ein Vorfall passiert, wird ein vordefinierter Workflow gestartet. In einem Call Tracking System wird automatisch ein Ticket eröffnet, das nach Behebung des Vorfalls, mit Rückmeldung an das SIEM System wieder geschlossen wird. Auf diese Weise ist nachvollziehbar, wann welcher Vorfall bearbeitet und in welcher Zeit er abgeschlossen wurde - damit wird eine wesentliche Compliance Anforderung erfüllt.
8. Erkennen von Anomalien: Das SIEM System bildet Baselines, so genannte durchschnittliche Grundauslastungswerte, sowohl auf Applikationsebene als auch im Netzwerk. Wird nun ein unüblich hoher Netzwerk-Verkehr registriert, oder eine ungewöhnlich hohe Zahl an Datenbank-Abfragen, so wird automatisch Alarm ausgelöst.
9. Verbindung zwischen IP-Adresse und Benutzer: Zur Verfolgung und Aufdeckung von Online Betrug muss zwischen dem Benutzer und der IP-Adresse ein Zusammenhang hergestellt werden, das heißt: zu welchem Zeitpunkt hat Benutzer X diese Adresse gehabt.
10. Logdateien werden komprimiert gespeichert: Laut SOX müssen Systemlogs bis zu 3 Jahre aufbewahrt werden, mit SIEM wird der Storage Bedarf durch Komprimierung erheblich reduziert.
Damit unterstützt SIEM nicht nur jene Unternehmen, die Compliance Anforderungen erfüllen müssen. SIEM-Lösungen werden für die Betriebssicherheit komplexer IT-Strukturen unerlässliche Hilfsmittel sein.
