Backup-Konzeption ohne Ablaufdatum

Eine Backup-Lösung erfolgreich zu implementieren, ist eine Sache. Ihre Funktionalität auf längere Sicht zu erhalten, ist eine andere. Bacher Systems zeigt einen Weg auf, wie anhaltend wirksame Lösungen geschaffen werden.

Backup-Lösungen werden zumeist für einen bestimmten Stand einer IT-Landschaft geschaffen. Wenn die Jahre ins Land ziehen, neue Systeme dazukommen, etliche Hardwarekomponenten ersetzt und in manchen Bereichen ganze Applikationen getauscht werden - dann kann es sein, dass die Backup- und Restore-Funktionalitäten nicht mehr wie gewünscht arbeiten.

So kommt es häufig vor, dass User genau dann, wenn sie dringend ein bestimmtes File wiederhergestellt brauchen, mit den Mängeln der Backup-Lösung konfrontiert werden. Sie erleben erst eine lange Wartezeit auf das benötigte File - um dann feststellen zu müssen, dass nur eine ziemlich alte Version zurück geladen werden konnte. Genau so begeistert sind die Mitarbeiter der IT-Administration. Sie müssen Anfragen oft geradezu "händisch" bearbeiten, da Restore-Funktionen in älteren Backup-Lösungen nicht automatisiert oder durch Scripts unterstützt sind. Die Fehlerhäufigkeit bei solchen Arbeiten ist hoch, außerdem stören sie geplante Abläufe und haben das Potenzial, einen Arbeitstag ganz schön durcheinander zu bringen. Am wenigsten glücklich mit überholten Backup-Lösungen dürfte aber das Management eines Unternehmens sein. Dort weiß man, dass die Mitarbeiter ihre wertvolle Arbeitszeit oft für unnötig komplizierte Rücksicherungen verwenden müssen. Darüber hinaus ist klar, dass alte Backup-Lösungen es verhindern, die Kostenvorteile aus dem Preisverfall bei Speichermedien zu nützen.
Wie aus diesen Beispielen deutlich wird, schaden überholte Backup-Lösungen dem ganzen Unternehmen. Das Kernproblem dabei ist, dass diese Lösungen meist für einen lange zurückliegenden Stand der Unternehmens-IT ausgelegt wurden. Die dynamische Entwicklung der IT-Landschaft konnte damals oft nicht abgesehen werden. Die Folge ist, dass die Backup-Lösung nicht mehr erwartungsgemäß funktionieren kann. Um eine solche Entwicklung künftig zu vermeiden, stellt Ihnen Bacher Systems sieben Grundregeln für effiziente Backup-Konzeption vor. Werden diese Grundregeln eingehalten, so entstehen nicht nur anforderungskonforme Backup/Restore-Lösungen - es wird auch sichergestellt, dass die Funktionalitäten auf lange Sicht erhalten bleiben:

  1. Kennen Sie Ihre Gründe: Wenn eine (neue) Backup-Lösung ins Leben gerufen wird, sollten Sie sich einen genauen Überblick aller Anforderungen verschaffen. Wenn Datensicherung in erster Linie einen Schutz vor Datenverlust durch Hardwarefehler bieten soll, dann ist damit nicht ausgeschlossen, dass auch noch andere Gründe eine Rolle spielen - wie zum Beispiel, einen Schutz gegen die Auswirkungen von Applikationsfehlern zu schaffen.
  2. Beachten Sie alle Randbedingungen: Rund um das Design einer Backup-Lösung gibt es eine Reihe von Randbedingungen, die ebenfalls klar in Anforderungen übersetzt werden müssen. Dazu gehören zum Beispiel die Einbindung geografisch verteilter Standorte, die Integration unterschiedlicher Datenbanken in das Backup-System oder Anforderungen an die Online-Verfügbarkeit der zu sichernden Daten.
  3. Planen Sie die Mengen: Für das Design einer Backup-Lösung ist nicht nur die Gesamtmenge der zu sichernden Daten entscheidend. Sie sollten vielmehr alles planen, was Sie in Zahlen ausdrücken können - wie etwa die Anzahl der zu sichernden Server, die Sicherungshäufigkeiten, die Größe der Sicherungsfenster usw.
  4. Erstellen Sie eine Strategie: Sobald die ersten drei Punkte (Anforderungen, Randbedingungen und Mengengerüst) klar sind, sollte eine Backup-Strategie festgelegt werden. Mit Ihrer Strategie legen Sie die grundsätzliche Vorgangsweise im Backup-Bereich fest und vermeiden Insellösungen.
  5. Ordnen Sie Produkte der Strategie unter: Für die Implementierung Ihrer Backup-Strategie sollte immer gelten, dass Sie die Produkte nach der Strategie aussuchen und nicht etwa umgekehrt. Natürlich kann es innerhalb gewisser Grenzen notwendig sein, eine Strategie so zu modifizieren, dass sie technisch umsetzbar ist. Es sollte aber niemals die Backup-Strategie primär auf dem aufgebaut werden, was ein bestimmtes Hardware- oder Software-Produkt ermöglicht.
  6. Bleiben Sie wachsam: Auch wenn die Implementierung erfolgreich war und Backup- und Restore-Prozesse zuverlässig laufen, sollten Sie nie Ihre Wachsamkeit gegenüber den ständig stattfindenden Veränderungen in Ihrer IT-Landschaft verlieren. Die Datenmengen steigen, zusätzliche Anwendungen und neue Server gehen in Betrieb - und die Backup-Fenster werden immer kleiner. All das sollte aufmerksam beobachtet werden.
  7. Reagieren Sie auf Veränderungen: Es ist unerlässlich, jede Backup-Lösung immer wieder zu überprüfen, ob sie die gerade aktuellen Anforderungen noch erfüllen kann. Die Weiterentwicklung der IT-Umgebung und sich ändernde Randbedingungen machen immer wieder Anpassungen notwendig. Reagieren Sie rasch und halten Sie die Lösung am letzten Stand.